Gartentherapie – Gartenarbeit tut dem Körper und der Seele gut

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Sprichwörtlich heißt es: Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann lege einen Garten an. Gartentherapie: Dass Gärtnern glücklich macht, das können viele Menschen aus eigenen Erfahrungen heraus wohl behaupten. 

Denn der Garten kann ein Naturerlebnis sein. Die Gartenarbeit rückt außerdem viele Dinge wieder ins rechte Eck und tut dem Körper und der Seele gut. 

Weiter weckt sie die Kreativität und hilft bei der Entspannung. Belegt wird es dadurch, dass Gartentherapien erfolgreich sind, was bereits durch viele Studien belegt werden konnte.

Buddeln und Jäten: Das Glück liegt im Garten!

Untersuchungen zeigten dabei eine breite Palette von gesundheitlichen Vorteilen. Wie beispielsweise eine Verringerung der Depression und der Angst. 

Obendrein wirkt sie positiv auf den Body-Mass-Index und bringt eine Erhöhung der Zufriedenheit, der Lebensqualität sowie des Gemeinschaftsgefühls. 

Die Gartenarbeit verbessert auch die Herzfunktion und schützt langfristig vor Herzinfarkten.

Zunächst einmal soll jedem der eigene Garten Spaß machen. Auf der anderen Seite kann unabhängig von der Größe schon das kleinste „Fleckchen Grün“ auch einen ökologischen Nutzen stiften. 

Gerade Vorgärten und kleine Grünflächen haben eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. 

Sie bilden ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern. Grünflächen liefern saubere, frische Luft. Beton- und Steinflächen durch immer noch steigende Versiegelung oder womöglich durch Kies- und Steingärten heizen sich dagegen stärker auf, speichern Wärme und strahlen sie wieder ab. 

Für das Stadtklima wird die Zunahme durch Versiegelung zum Problem, vor allem, wenn zusätzlich notwendige Kaltluftschneisen durch neue Bebauungen wegfallen.

Ein naturnaher Garten muss nicht viel Arbeit machen 

Heimische Pflanzen brauchen, im Gegensatz zu standortfremden Pflanzen, weniger Pflege. Außerdem locken sie Schmetterlinge, Hummeln und Vögel in den Garten. Wer seinen Garten standortgerecht plant, schafft ein Stück Natur und trägt zur Artenvielfalt bei. 

Erfahre mehr: Nistkästen: Du liebst die Natur? Dann hole sie Dir nach Hause!

Dein Weg in die Selbstversorgung

Das Projekt “Selbstversorgung” klingt im ersten Moment vor allem danach: einer ganzen Menge Arbeit. Die erste Frage, die sich stellt: Geht sich das überhaupt zeitlich aus? 

Klar, die Mühen beim Anlegen eines Gartens oder möglicherweise bei der Eingewöhnung von Nutztieren sind nicht zu unterschätzen. 

Und: In der ersten Gartensaison hält sich die Ausbeute auch noch in Grenzen. 

Also: Durchhalten! Nach einer Zeit pendelt sich das Arbeitspensum ein. Nach dem Start sind dann lediglich 3 Stunden pro Woche in Eurem Garten nötig. 

Wer also einen Garten sein Eigen nennt, kann sich gleich nach dem besten Plätzchen für die jeweiligen Beete umsehen. 

Und es geht auch ohne den gesamten Garten um zu graben. Mit dem wundervollen Kompostbeet schaffst du ohne viel Aufwand eine perfekte Unterlage für dein Traumgemüse. 

Du hast gar keine Grünflächen? Zu deinem Gemüse kommst du auch auf Balkon oder Terrasse – oder via Gemeinschaftsgarten. 

NATURGARTEN – Mit vielen Helfern zu eigenem gesunden Gemüse

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Was der Garten insgesamt alles kann

Ein Garten, der die Anforderungen der dort lebenden Menschen erfüllt, wird sprichwörtlich zum Paradies erklärt.

Das Beobachten des Jahreslaufs und Mitgehen mit den verschiedenen Rhythmen der Natur bringt einerseits zurück in die Balance, andererseits verschafft es aber auch innere Ruhe und Frieden. Man sieht: Alles kommt wieder, jedes Ende bringt etwas Neues, wieder einen Anfang hervor.

Ein Garten hat mehrere Funktionen: Er ist Platz zum Arbeiten, zum Spielen und zum Feiern, oder auch nur zum Beobachten. Speziell im Naturgarten bilden Fauna und Flora eine Symbiose, in der es viel zu entdecken gibt. 

Sowohl heimische Wildpflanzen, die für die Gesundheit genutzt werden können, als auch Wildtiere siedeln sich im Naturgarten an.

Nicht zuletzt ist es auch für unsere Kinder sehr wichtig, den Kontakt unmittelbar mit der Natur zu bewahren, kleinere, einfache Arbeiten schaffen auch hier einen wichtigen Ausgleich zur immer digitaler werdenden Umwelt – eben besonders für Kinder.

Auch für Therapien sehr wertvoll!

Schon vor Tausenden Jahren dachte man, dass Gartenarbeit sich positiv auf die Psyche auswirken könne. Heute nutzen Therapeuten das Buddeln, Pflanzen und Jäten auch, um viele andere Beschwerden zu lindern.

Mittlerweile gehört in vielen sozialen Einrichtungen die Arbeit im Grünen als Teil des Therapieplans dazu. 

Das hat seinen Grund: Gärtnern macht Menschen glücklich und fördert die Lebensqualität. Das spürt vermutlich jeder, der Erde umgräbt, Unkraut jätet – und mit Hingabe kleine Löcher gräbt, um Blumenzwiebeln und Kressesamen auszusetzen. 

Davon sind Wissenschaftler überzeugt, Profiteure sind Körper und Seele.

 „Selbstwirksamkeit“ heißt das Stichwort, auf das sich die Forscher dabei beziehen.

Vor allem, wer krank oder pflegebedürftig ist, fühlt sich oft hilflos und fremd in seinem Körper. Mit den eigenen Händen zu arbeiten, vermittelt dagegen ein Gefühl von Kompetenz, es macht selbstbewusst. 

Und so trainieren die Patienten in der Altenhilfe oder in Kliniken für Menschen mit psychischen oder physischen Einschränkungen, beim Umgraben ihre Kraft. Sie steigern ihre Gedächtnisleistung, weil sie sich die Arbeitsschritte und die Namen der Pflanzen einprägen. 

Sie lernen, sich zu konzentrieren. Und was für Kranke wie Gesunde am allerwichtigsten ist: sie belegen einen Ort mit Bedeutung. 

Hilfsmittel für die Gartenarbeit für Menschen mit Schlaganfall oder Parkinson werden ausprobiert. Optimale Hochbeetformen und die passende Bepflanzung muss getestet werden. Für Patienten, die bettlägerig sind kann eine fahrbare Gärtnerei erstellt werden. 

Damit pflanzen die Patienten auf ihrer Station. Weiter werden Naschgärten oder Sinnesgärten geplant. Selbst die Ärzte erhofften sich von der blühenden Fülle einen wohltuenden Einfluss auf die Seele. 

Heute arbeiten Therapeuten an vielen Stellen mit dem heilsamen Grün: Sogenannte Demenzgärten schenken Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ein Stück Lebensfreude zurück. Gärten für Blinde betören mit einer Fülle an Düften.

Gartentherapie: Alltägliche Sinnlichkeit

Warum Gesundheit im Grünen so populär ist, liegt auf der Hand: Im Garten zu arbeiten ermöglicht es Menschen, ein Teil ihrer Umwelt zu sein.

Denn draußen sind all unsere Sinne beschäftigt. Wir riechen, sehen und spüren, wir schmecken und hören: wie eine Erdbeere auf der Zunge zergeht oder das Schilfgras raschelt, wie sich feuchtes Gras unter den Füßen anfühlt oder Hyazinthen duften.

Gartentherapeuten machen sich die Eigenschaften der Pflanzen zu Nutzen und bewirken so, bei vielen Menschen eine Optimierung ihrer aktuellen Situation.

Stress abbauen, Lebensgefühl verbessern

Auch gesunde Menschen können von der Gartenarbeit profitieren, denn sie tut wie erwähnte dem Körper und der Seele gut, hilft bei Stress- und Frustabbau und trägt wesentlich zur Verbesserung des Lebensgefühls bei. 

Diese positive Wirkung liegt jedoch nicht nur an der gärtnerischen Tätigkeit und an dem Arbeiten mit und an der Natur.

Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Bodenbakterien (Mycobacterium vaccae) und dem Ausstoß des Glückshormons Serotonin gefunden.

Wenn das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist, neigen manche Menschen zu Depressionen. 

Dann kann der Kontakt mit der Erde und den im Boden enthaltenen Bakterien den Ausstoß von Serotonin ankurbeln. Ähnlich wie bei Antidepressiva, die den Ausstoß von Serotonin fördern.

Gepflegte übernehmen aktive Rolle

Das Gärtnern biete Halt und Orientierung, allein schon durch den vertrauten, immer wiederkehrenden Lauf der Jahreszeiten, ergänzt Gartentherapeutin Bromm. 

Ein weiterer positiver Effekt: «Die Patienten, die sonst eher in einer passiven Rolle sind, kümmern sich nun aktiv um etwas, übernehmen Verantwortung für die Pflanzen. Der Gepflegte wird zum Pflegenden», so Kratz.

Zweimal pro Woche können Patienten jäten, säen, pflanzen, schneiden oder – etwa im Winter – kreativ mit Pflanzen und anderem Naturmaterial arbeiten. 

Die Gartentherapie ist aus Bromms Sicht eine achtsame Naturerfahrung, die weit über das körperliche Arbeiten hinausgeht. «Es geht auch darum, innezuhalten, sich in der Natur zurechtzufinden, Dinge wahrzunehmen und im Hier und Jetzt anzukommen.»

Therapeutischer Nutzen schon früh entdeckt

Laut der Amerikanischen Vereinigung für Gartentherapie (AHTA) wurden therapeutische Aspekte der Gartenarbeit schon im Altertum beschrieben. 

Im 19. Jahrhundert habe der Arzt Benjamin Rush erstmals positive Effekte auf Menschen mit psychischen Erkrankungen beschrieben. In den 1940er und 1950ern sei die Therapieform auch in der Rehabilitation von Kriegsveteranen eingesetzt worden. 

Inzwischen werde Gartentherapie für ein breites Spektrum von Erkrankungen genutzt.

«Die Techniken helfen, neue Fähigkeiten zu erlernen oder sich verlorene Fähigkeiten wieder anzueignen», schreibt die AHTA. 

Durch Gartentherapie könnten etwa Gedächtnisleistung, kognitive und sprachliche Fähigkeiten verbessert werden. Aber auch Muskelkraft, Gleichgewichtssinn und Ausdauer ließen sich stärken.

Gartentherapie: Gartenarbeit als motorisches Training

Auch in der Neurologie sei die Therapieform anwendbar: Wenn Menschen zum Beispiel nach einem Schlaganfall wieder lernen müssen, beide Hände koordiniert einzusetzen, ihren Rumpf zu kontrollieren, zu gehen, zu stehen, kann das Gärtnern gut dafür eingesetzt werden.

Inzwischen haben viele Studien die positive Wirkung der Gartentherapie auf Gesundheit und Wohlbefinden belegt.

Im Buch «Wohlfühlgärtnern» wendet sich der Autor auch an junge Gärtner und beschreibt anhand seiner Erfahrungen aus der Gartentherapie, wie Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen an ihr Stück Grün glücklich und zufrieden sein können.

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