Mobilitätswende braucht Mut! 5 Gründe, warum Verkehr anders werden muss.

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Eine Mobilitätswende ist notwendig, sogar unvermeidlich – doch das heißt nicht, dass sie ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden darf. Das Bedürfnis nach Mobilität betrifft jede und jeden einzelnen von uns in vielen Bereichen des Lebens. Wir wollen in unserem Beitrag 5 Gründe für eine Mobilitätswende besprechen und einen Ausblick geben

Klimakrise

Die Erhitzung des Weltklimas ist die größte Bedrohung für unsere Gesellschaft sowie des weltweiten Zusammenlebens, wie wir es kennen. Und der Verkehr ist einer der größten Treibhausgas-Verursacher. 

Nicht nur das: Während die Emissionen der meisten Sektoren in den letzten Jahrzehnten EU-weit zurückgegangen sind, sind die vom Verkehr ausgestoßenen Emissionen weiter gestiegen. 

Am schnellsten wachsen dabei Straßenverkehr, Flugverkehr und Schifffahrt.

Umwelt und Gesundheit

Luftschadstoffe aus dem Straßenverkehr verringern die Lebenserwartung und sind auch für Tiere und Pflanzen gefährlich. 

Gleichzeitig dehnen sich gewaltige Straßennetze aus, die unverhältnismäßig viel Platz brauchen und für die immer wieder Naturräume unter Asphalt und Beton versiegelt werden – von der Belastung der öffentlichen Haushalte durch Bau- und vor allem Instandhaltung einmal ganz abgesehen.

Mobilitätswende: Fördert auch die Gesundheit
Mobilitätswende: Fördert auch die Gesundheit

Ungesunder Städtebau

Autozentrierte Stadtplanung verdrängt Menschen aus dem öffentlichen Raum, um Platz für Autos zu schaffen. 

Sie baut riesige Einkaufszentren am Stadtrand und lässt dafür die gewachsenen Innenstädte aussterben. 

Und sie fördert die Zersiedelung, denn sie ermutigt zum Wegzug in die „Speckgürtel” – was aber wieder neue Straßen braucht, wenn es viele tun … ein Teufelskreis.

Mobilität ins Umland

Die Erreichbarkeit des ländlichen Raums wurde in den letzten Jahrzehnten schlechter. 

Wegen geringer Auslastung wurden bei vielen regionalen Verkehrsmitteln erst die Fahrpläne ausgedünnt – und als sie dann genau deswegen noch weniger Menschen benutzten, wurden sie dann ganz eingestellt. 

Heute ist es in vielen Orten auf dem Land kaum noch möglich, ohne PKW die Alltagswege zu erledigen.

Mobilitätswende: Nicht nur in der Stadt
Mobilitätswende: Nicht nur in der Stadt

Soziale Probleme

Es sind überwiegend Menschen mit geringerem Einkommen, die an Luftschadstoffen leiden, weil sie in günstigeren Gegenden nahe dicht befahrenen Straßen wohnen, während sie selbst oft keinen Anteil am motorisierten Verkehr haben. 

Genauso wird die Verschmutzung durch Flugzeuge eher von reicheren Menschen verursacht (insbesondere bei Privatflügen) und Menschen mit weniger Einkommen tragen die Folgen.

Aus all diesen Gründen brauchen wir dringend eine Mobilitätswende, die den Verkehr komplett neu denkt und die Fehler der vergangenen Jahrzehnte rückgängig macht.

Was ist eigentlich die Mobilitätswende? Was ist die Verkehrswende?

Mobilitätswende und Verkehrswende bedeuten im Wesentlichen das Gleiche:

Knapp ein Fünftel der CO2-Emissionen verursacht in der Vergangenheit der Verkehrssektor – in Deutschland, aber ungefähr auch in vielen vergleichbaren Staaten. 

Im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen sind die CO2-Emissionen im Verkehrssektor sogar angestiegen und liegen sogar über dem Wert von 1991. Verantwortlich sind dafür vor allem Pkw. 

Neben den klimaschädlichen CO2- Emissionen entstehen beim Verbrennen von Benzin und Diesel große Mengen gesundheitsschädlicher Stickoxide und Feinstaub. 

Insbesondere in großen Städten und Ballungsgebieten führt das zu erheblichen Gesundheitsbelastungen und Umweltschäden. 

Hinzu kommen weltweit Argumente wie die vielen Verkehrsunfälle, die Lärmbelastung und der Flächenverbrauch. 

Global wie auch in Deutschland leiden vor allem ärmere Bevölkerungsgruppen unter den durch den Autoverkehr verursachten Umweltbelastungen.

Die zügige Abkehr vom Verbrennungsmotor ist aus Gründen der Umwelt- und Klimagerechtigkeit deshalb auch dringend geboten. 

Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt

Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut.

Wie Elektroautos bei der Mobilitätswende helfen

Elektroautos mit Akkuspeicher sind die derzeit beste Option, um Verbrennungsmotoren zu ersetzen. 

Zum einen sind sie schon heute weniger klimaschädlich als Autos mit konventionellen Antrieben. 

Das gilt selbst dann, wenn man den größtenteils fossilen Strommix (Gas- und Kohlekraftwerke) in Deutschland zugrunde legt und den hohen Energieverbrauch bei der Herstellung der Batteriezellen berücksichtigt. 

Elektroautos für die Zukunft
Elektroautos für die Zukunft

Im Vergleich zu anderen alternativen Antrieben verbrauchen Elektroautos mit Akku deutlich weniger Strom. 

Das ist wichtig, weil auch erneuerbarer Strom nicht in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht.

Windräder und Solarzellen benötigen Flächen und Rohstoffe. Gleichzeitig wird der Stromverbrauch in Deutschland durch die zunehmende Elektrifizierung von Verkehr und Wärme ansteigen.

Voraussichtlich wird in Zukunft ein wachsender Teil der in Deutschland genutzten Energie aus dem Ausland importiert werden. 

Als mögliche Herkunftsländer gelten vor allem Staaten mit einem hohen Potenzial für erneuerbare Energien, wie z. B. nordafrikanische Länder.

Die Erzeugung von erneuerbarer Energie für den Export nach Europa kann eine Chance für die wirtschaftliche Entwicklung von vielen Ländern sein, könnte aber auch menschenrechtliche, soziale und ökologische Probleme schaffen sowie verstärken.

Der Ressourcenverbrauch von Autos ist, ungeachtet der Antriebstechnik, grundsätzlich hoch. 

Der Trend zu immer größeren Fahrzeugen ist dabei besonders Besorgnis erregend: Inzwischen ist jedes zehnte in Deutschland zugelassene Auto ein SUV oder Geländewagen; ihr Anteil an den Neuzulassungen lag zuletzt bei 22,5 Prozent. 

Der problematische Umgang mit Rohstoffen für Batterien

Auch die deutschen Autohersteller bauen gerne große Fahrzeuge, die sich mit höheren Umsätzen verkaufen lassen. Ohnehin gehört die Automobilindustrie als größte Branche des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland zu den größten Ressourcenverbrauchern. 

Die metallischen Primär-Rohstoffe für die immer größer und schwerer werdenden Fahrzeuge der deutschen Autobauer stammen jedoch zu fast 100 Prozent aus dem Ausland. 

Oftmals werden diese unter katastrophalen menschenrechtlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen in Ländern des Globalen Südens abgebaut. 

Das gilt für Metalle wie Stahl und Kupfer, die bereits heute in großen Mengen in allen Autos verbaut werden. 

Für die Produktion von Akkus für Elektrofahrzeuge werden zusätzlich Rohstoffe wie Kobalt, Lithium, Grafit und Nickel benötigt, deren Verbrauch drastisch ansteigen wird. 

Bereits 2030 könnte viermal so viel Lithium in Elektroautos verbaut werden, wie heute jährlich weltweit abgebaut wird. Auch der prognostizierte Kobalt-Verbrauch liegt deutlich über den derzeit global geförderten Mengen. 

Aufgrund dieser hohen Prognosen steigen die Preise für diese Rohstoffe bereits seit Jahren enorm an.

In vielen Staaten werden neue Lizenzen für die Exploration oder den Abbau von benötigten Rohstoffen vergeben, was oft mit den Interessen der ansässigen Bevölkerung kollidiert. 

Darüber hinaus stellt der Abbau von metallischen Rohstoffen einen irreparablen Eingriff in Ökosysteme dar und geht oft mit starker Umweltverschmutzung einher.

Eine Umstellung der gesamten deutschen Autoflotte – immerhin 55 Millionen Kraftfahrzeuge, davon 46 Millionen PKWs – auf den Antrieb mit Elektromotoren kann aus entwicklungspolitischer Sicht nicht die Lösung sein. 

Mobilitätswende: Problematische Rohstoffe
Mobilitätswende: Problematische Rohstoffe

Soziale und ökologische Kosten

Die sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kosten der Mobilität in Deutschland, die auf dem Pkw im Privatbesitz basiert, werden zu großen Teilen externalisiert. Der Schutz der Menschenrechte ist in erster Linie eine staatliche Verpflichtung. 

Primär stehen dabei jene Staaten in der Pflicht, in denen die betreffenden Bergbauprojekte durchgeführt werden. 

Mit Blick auf Abbauregionen, in denen es häufig zu Konflikten, Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen kommt, und Staaten, die nicht willens oder in der Lage sind, die Rechte der Betroffenen angemessen zu schützen und den Betroffenen Zugang zu Gerichten und einem fairen Verfahren zu gewährleisten, kommt den extraterritorialen Staatenpflichten eine hohe Relevanz zu. 

Die Einführung gesetzlich verpflichtender menschenrechtlicher, sozialer und ökologischer Sorgfaltspflichten für den Import von Rohstoffen.

Was braucht die Verkehrswende für Maßnahmen, wenn rein die Umstellung auf E-Mobilität nicht ausreicht?

Die Mobilitätswende erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen:

Wahl der jeweils richtigen Mittel

Vom Einkaufen zu Fuß über die Fahrt zur Arbeit mit Rad oder Öffis, bis zur Geschäftsreise mit dem Zug statt Flug: Jedes Mobilitätsbedürfnis hat ein Mittel, das eine bessere Alternative hat. Sie alle müssen, zumeist von der öffentlichen Hand zielsicher gefördert werden.

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Ausbau nachhaltiger Verkehrsformen

Damit die Menschen auf jeder Ebene die nachhaltige Verkehrsform wählen, braucht es auf jeder Ebene ein niederschwelliges, sicheres und kostengünstiges Angebot. 

Das fängt bei Kleinigkeiten wie für FußgängerInnen optimierten Ampelschaltungen an, setzt bei sicheren und schnellen Fahrradwegen fort und geht hin zum (Wieder)Aufbau eines leistungsfähigen öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.

Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor

Das Ende der fossilen Energien ist absehbar. Mittlerweile haben das auch viele Autohersteller verstanden. Doch damit es auch alle tun, statt die Energiewende weiter zu verzögern, braucht es den politischen Willen.

Förderung von Elektromobilität

Während es nicht wünschenswert ist, einfach jedes Auto mit Verbrennungsmotor durch ein E-Auto zu ersetzen, können wir auch nicht jedes Auto durch Zug oder Bus ersetzen. 

Menschen am Land, in ihrer Mobilität beeinträchtigte Menschen oder Menschen in bestimmten Jobs werden weiter Autos brauchen. 

Den Umstieg zu fördern, bis die Preise für E-Autos sich an die heutigen Preise für konventionelle Fahrzeuge angepasst haben, ist Aufgabe der Politik.

Treibstoffe der Zukunft

Der Verkehr der Zukunft muss ohne fossile Rohstoffe wie Öl und Gas auskommen. Alle eingesetzten Energien müssen aus erneuerbarer Energie kommen. 

Am besten ist die direkte Nutzung von Ökostrom aus Sonne, Wind, Wasser oder Geothermie, entweder als Speicher, oder noch besser, wo immer es möglich ist, als direkte Stromabnahme (Oberleitungen). 

Wo eine direkte Nutzung nicht möglich ist, etwa in der nicht vermeidbaren Luftfahrt, können mit Hilfe von Ökostrom und einer erneuerbaren Kohlenstoffquelle brennbare Treibstoff produziert werden. Dazu gehören grüner Wasserstoff oder synthetisches Kerosin.

Anbindung von Land und Stadt

Damit es auch am Land wieder möglich ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B zu kommen, braucht es gut getaktete öffentliche Anbindungen in alle Gemeinden, die es ermöglichen, das nächste regionale Zentrum zu jeder Tageszeit bequem und schnell zu erreichen. So wie es vor wenigen Jahrzehnten noch möglich war.

Stopp der Subventionierung von schädlichen Verkehrsarten

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte war kein Zufall, sie wurde bewusst durch falsche Entscheidungen gefördert. 

Ein Beispiel ist die Ausnahme von Kerosin aus der Mehrwertsteuer, was Flugreisen als indirekte Förderung künstlich verbilligt. 

Dazu gehören aber auch städtebauliche Vorschriften, die z.B. fixe Garagenplätze für Wohnungen vorschreiben. Solche Regelungen müssen beendet werden.

Barrierefrei denken

In Zeiten, als die Idee der „autogerechten Stadt” bei der Stadtplanung hochgehalten wurde, den Menschen dagegen wurde es z.B. bei Überführungen oder unheimlichen Unterführungen schwer gemacht. 

Das ist gerade für Kinder und gebrechliche Menschen schwierig und so wird die Stadt zum feindseligen Ort. Diese Fehler dürfen nicht wiederholt werden; die Mobilitätswende muss alle wieder an der Mobilität teilhaben lassen.

Kleine Umkreise im Alltag

In den Zentren der gewachsenen europäischen Städte, die als die lebenswertesten der Welt gelten, ist es möglich, alle Notwendigkeiten des Alltags im kleinen Umkreis zu haben. 

Das moderne Konzept dafür ist die „15 Minuten-Stadt”, in der alles in Gehweite zu erreichen ist, was Verkehr reduziert und soziale Kontakte und die Lebensqualität erhöht.

Neudenken von Arbeit

Bei all ihrer Tragik hat die Corona-Krise gezeigt, dass nicht mehr jeder immer Anwesenheitspflicht in Büros braucht. 

Remote-Arbeit ist möglich, der tägliche Arbeitsweg kann eingespart werden. Auch das kann zur Verkehrsreduktion beitragen.

Internationaler Transport

Der größte Teil des internationalen Gütertransports findet über die Schifffahrt statt, ein weiterer Teil über Flugzeuge – beides große Verursacher von Umweltverschmutzung. 

Hier können einerseits neue Antriebsmöglichkeiten oder eine Rückkehr zu Windkraft Abhilfe schaffen. Andererseits können Regionalisierung der Produktion, langlebigere oder gemietete/ausgeborgte Produkte die Notwendigkeit dieser Transporte reduzieren. 

Auch der Ausstieg aus Öl und Kohle führt zu deutlich weniger Schiffsverkehr, da diese zu den Haupthandelsgütern zählen.

Was ist die Herausforderung der Mobilitätswende?

Und unser Wirtschaftssystem wurde über mehr als ein halbes Jahrhundert auf der Annahme aufgebaut, dass Menschen genauso wie Güter einfach und zu jeder Zeit überall hin gebracht werden können.

Würde dies ohne soziale Begleitmaßnahmen geändert, würde das wie so oft genau die ärmsten Menschen am stärksten treffen, die nicht nur pro Kopf am wenigsten zur Klimakatastrophe beitragen, sondern es auch am schwersten haben, sich an Veränderung anzupassen. 

Wohin das führt, zeigten die von Treibstoffpreiserhöhungen ausgelösten Proteste der „Gelbwesten” in Frankreich 2019, die das Land Monate in Atem hielten. Es wäre also nicht nur sozial ungerecht, es wäre noch nicht mal durchsetzbar.

Gleichzeitig muss eine kluge Mobilitätswende darauf achten, nicht gesellschaftliche Fehlentwicklungen nicht zu zementieren, die wir auch ohne Klimakrise rückgängig machen müssten. 

So wäre es eine schlechte Idee, alles durch die Elektrifizierung der Individualmobilität zu lösen: Zwar bringen E-Autos deutliche Verbesserungen beim Schadstoffausstoß, sie ändern aber nichts an den negativen Folgen der autozentrierten Verkehrspolitik des 20. Jahrhunderts.

Und schließlich darf die Mobilitätswende genauso wie die Energiewende nicht auf falsche Lösungen setzen, die in Zukunft Probleme bereiten, oder in der Eile des Umstiegs absehbare Probleme ignorieren. 

Dazu gehört zum Beispiel die Umwelt- und Menschenrechtsproblematik, die mit dem Abbau von für Batterien notwendigen Rohstoffen verbunden ist.

… und was bringt uns das alles?

Die Mobilitätswende ist nicht nur als Herausforderung zu sehen, um kritische Umweltprobleme zu lösen. Sie wird unsere Lebensweise verändern – und das durchaus zum Positiven.

Konkret wird die Mobilitätswende unsere Städte sauberer, ruhiger und schöner machen. Sie wird verhindern, dass Menschen in kleinen Gemeinden oder in Siedlungen, die nur fürs Auto gebaut wurden, vom Leben abgehängt werden. Sie erlaubt uns in schnellen Züge viel bequemer in Städte zu reisen, als es mit dem Flugzeug möglich ist.

Das alles ist möglich. Viel davon haben wir durch unser eigenes Verhalten selbst in der Hand, was wichtiger ist, dass wir von der Politik mehr einfordern. Bei jeder Wahl wieder mit jeder Stimme!

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